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Beispiele aus der Praxis

Bildung erweitern um innere Kompetenzen

Für`s Leben lernen – das klingt nach einer guten Idee. Doch was gehört dazu? Reicht die Bildung, die Schule heute vermittelt? Wie wäre es, wenn wir Bildung erweitern um Achtsamkeit, Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein?

Achtsamkeit ist die Basis, gerade heute, wo junge Menschen unzähligen äußeren Reizen und Ablenkungen ausgesetzt sind. Wissenschaftliche Studien zeigen die enorme Wirksamkeit von Achtsamkeitsübungen. Sie stärken nicht nur Aufmerksamkeit und geistige Präsenz, sondern fördern auch das Selbstwertgefühl und Wohlbefinden, aber auch Empathie und Mitgefühl.

 

 

Der Film

Der Film „Schule der Achtsamkeit“ stellt Initiativen und Projekte vor, die Kindern und Jugendlichen Achtsamkeit und weitere innere Kompetenzen vermitteln – mit großem Erfolg. Wenn junge Menschen sich selbst besser kennenlernen und verstehen, begegnen sie anderen mit mehr Offenheit und Verständnis. Dies trägt zu einer entspannten Atmosphäre bei – nicht nur im Klassenzimmer, sondern bei regelmäßiger Übung sogar im ganzen Leben.

Der Film greift aus der Vielzahl bereits bestehender Initiativen einige Beispiele aus allen Altersgruppen heraus: Kindergärten, Schulen, Einrichtungn für ADHS- und Flüchtlingskinder, ja sogar die französische Fussball-Jugend-Nationalmannschaft ist dabei.

Eine kulturelle Strömung, deren Quellen sowohl in der Antike als auch in asiatischen Weisheitstraditionen liegen, erlebt momentan eine echte Renaissance: In vielen Schulen ist Achtsamkeit bereits Teil des Unterrichts geworden – ursprünglich initiiert von Eltern und Lehrern, für die achtsames Atmen, body scan und die Meditation nicht nur eine Verbesserung des Arbeits- und Lernklimas bewirken, sondern auch Prävention gegen den eigenen Burnout sind. Der französische Fußballverband beispielsweise war der erste Sportverband weltweit, der Bewusstheit und Selbsterkenntnis als zentrale Komponenten in sein Ausbildungsprogramm aufgenommen hat.
Die im Film vorgestellten Achtsamkeitsprogramme verbinden meditatives Aufmerksamkeitstraining mit kritischem gesellschaftlichem Engagement. Die innere Entwicklung soll die jungen Menschen im besten Fall dazu befähigen, Verantwortung zu übernehmen – für ihr eigenes Leben, für Gesellschaft und Welt. Dazu bedarf es einer globalen Perspektive; es braucht Offenheit, Mitgefühl und eine ethische Einstellung. An vielen Orten in Europa entsteht im Moment eine neue Bewusstseinskultur: Säkulare Achtsamkeitspraxis findet ihren Weg in unser Bildungssystem.